DRK Presseinformationen https://www.drk-sha.de de DRK Wed, 07 Jun 2023 11:52:49 +0200 Wed, 07 Jun 2023 11:52:49 +0200 TYPO3 EXT:news news-197 Sun, 14 May 2023 12:41:25 +0200 Die Zeckensaison hat begonnen /aktuell/presse-service/meldung/die-zeckensaison-hat-begonnen.html Der Frühling ist da und mit ihm die Zeckenzeit. Trotz ihrer winzigen Körper stellen sie in manchen Fällen ein gesundheitliches Risiko für Menschen dar. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnt deshalb vor einer steigenden Gefahr durch Zeckenstiche. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv, obwohl die eigentliche Saison erst ab Mai beginnt. „Sobald die Temperaturen anfangen zu steigen, sollte man vorsichtig sein“, sagt DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Bernd Böttiger. Mehr Zecken heißt erhöhtes Risiko für den Menschen. Denn durch Zeckenstiche können zwei gefährliche Erkrankungen übertragen werden: Die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und die Borreliose. FSME kann zu einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks führen. „In sehr seltenen akuten Fällen kann die Erkrankung sogar tödlich enden", warnt Prof. Böttinger. FSME werde häufig unterschätzt. „Eine Impfung schützt vor der Krankheit", sagt Prof. Böttiger, der auch Klinikdirektor an der Uni-Klinik Köln ist.

Nach aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es 2021 insgesamt 390 FSME-Erkrankungen. Eine Abnahme von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem 712 Fälle ermittelt wurden. Häufiger als FSME ist aber Borreliose.  Rechtzeitig diagnostiziert, kann Borreliose glücklicherweise auch mit Antibiotika behandelt werden.

Zu den Symptomen zählen Hautrötungen, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit. „Was einen Zeckenstich so tückisch macht, ist, dass die Symptome in manchen Fällen erst einige Tage bis Wochen später auftreten", sagt Prof. Böttiger. Bei einem Besuch im Freien empfiehlt es sich deshalb, freie Körperstellen zu bedecken und helle Kleidung zu tragen. So sind Zecken schneller erkennbar. „Lange Hosen und Ärmel bieten bei Wanderungen über Wiesen sowie durch Gebüsch und Unterholz einen guten Schutz", sagt Prof. Böttiger. Dabei sollten die Hosen in die Socken gesteckt werden. „Zeckenschutzspray hilft zwar, bietet aber keine 100-prozentige Sicherheit. Nach Spaziergängen im Wald oder auf Wiesen sollte man unbedingt den Körper nach Zecken absuchen. Insbesondere im Bereich der Achselhöhlen und Leistenbeugen."

Sollte sich eine Zecke gefunden haben, empfiehlt der DRK-Bundesarzt, diese mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte zu entfernen. Beides gibt es in Apotheken zu kaufen. „Die Zecke sollte dabei ganz vorne an der Haut angefasst und langsam senkrecht nach oben herausgezogen werden." Wichtig sei: Nicht die Zecke zerquetschen oder drehen, das führe gegebenenfalls dazu, dass die Sekrete ausgeschieden werden, in denen sich die Erreger befinden. Die Zecke muss möglichst im Ganzen entfernt werden. Gelingt die Entfernung nicht vollständig sowie bei Auftreten von Entzündungszeichen, einem kreisrunden Hautauschlag, der sich um die Einstichstelle bildet, sollte man direkt eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

Quelle: drk.de

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news-196 Sat, 15 Apr 2023 18:06:19 +0200 Nach Corona-Phase wieder viele Einsätze im Sanitätsdienst /aktuell/presse-service/meldung/nach-corona-phase-wieder-viele-einsaetze-im-sanitaetsdienst.html Bei der kürzlichen Jahreshauptversammlung der Bereitschaft Schwäbisch Hall blickten die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück. Insgesamt wurden 5772 Einsatzstunden ehrenamtlich geleistet (Vorjahr: 3913 Stunden). Bereitschaftsleiter Alexander Mack berichtete von einem fließenden Übergang aus dem Pandemie-Modus zum Normalbetrieb. Zu Beginn des Jahres 2022 waren die Einsatzkräfte noch überwiegend an der PCR-Teststelle in Michelfeld tätig. In Spitzenzeiten wurden hier pro Abend bis zu 300 Proben entnommen. Mit den sinkenden Corona-Zahlen im Frühjahr 2022 wurde der Teststellenbetrieb dann eingestellt. Gleichzeitig waren Sanitätsdienste bei Veranstaltungen wieder vermehrt nachgefragt.

Ungefähr die Hälfte der Einsatzstunden kamen bei 223 abgesicherten Veranstaltungen zusammen. Im Corona-Jahr 2021 waren dies lediglich 633 Stunden. Das Einsatzspektrum ist sehr vielseitig und abwechslungsreich, erläutert Alexander Mack: „Von Messen und Vernissagen über Sportveranstaltungen, Konzerte und Firmenveranstaltungen bis hin zu den großen Stadtfesten war alles dabei.“ Der größte Sanitätsdienst im vergangenen Jahr war jedoch beim Marc-Forster-Konzert im Haller Solpark, hier standen in der Spitze 32 Einsatzkräfte für eventuelle Notfälle bereit. „Glücklicherweise waren nur sehr wenige Hilfeleistungen erforderlich, so dass die Einsatzkräfte ebenfalls Teile des Konzerts genießen konnten.“

Oftmals waren bei den beaufsichtigten Veranstaltungen nur kleinere Blessuren, unproblematische Insektenstiche und Kreislaufbeschwerden zu behandeln. Allerdings waren die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr auch bei schwerwiegenderen Notfällen im Herz-Kreislauf-Bereich, allergischen Reaktionen und knöchernen Verletzungen gefordert.

Die Blutspendetermine in Schwäbisch Hall wurden, wie im Jahr zuvor, als jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Nachmittagen angeboten. Dank des Terminreservierungssystems des Blutspendedienstes können sich die Blutspender nun einen festen Termin reservieren. Bei 8 Blutspendetagen in Schwäbisch Hall und an einem weiteren Termin in Rosengarten konnten insgesamt 1880 Blutspender begrüßt werden. Bereitschaftsleiterin Tanja Siegle berichtete, dass die Anzahl der Spendewilligen im Vergleich zum Vorjahr erfreulicherweise konstant gehalten und darüber hinaus viele neue Blutspender gewonnen werden konnten.

Zur Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte wurden im vergangenen Jahr 24 Fortbildungsabende abgehalten. Auf dem Programm standen unter anderem das Retten aus unwegsamen Gelände, die Behandlung von Frakturen und die richtige Interpretation eines EKGs. Aber auch Strategien zum sicheren Handeln in kritischen Situationen wurden besprochen. Abgerundet wurden die Ausbildungen durch die Helfergrundausbildung, Funk- und Führerscheinausbildungen.

Für größere Schadensereignisse sind die Einsatzkräfte der Bereitschaft Schwäbisch Hall in einer Schnelleinsatzgruppe organisiert. Diese wurde im vergangenen Jahr zu zehn Einsätzen gerufen. Die Einsatzlagen stellten sich dabei höchst unterschiedlich dar. Bei einem Verkehrsunfall mit einem Schulbus wurde der Transport von Patienten ins Krankenhaus übernommen, bei mehreren Bränden war die Betreuung Betroffener oder die Versorgung von Patienten vor Ort erforderlich. Der Ukraine-Konflikt erforderte im März 2022 die Einrichtung einer Notunterkunft für Geflüchtete. Gemeinsam mit weiteren Einheiten wurden an mehreren Tagen die Betreuung und die Verpflegung der geflüchteten Familien und Kinder übernommen.

Das Team der Bereitschaft umfasst aktuell 55 Helferinnen und Helfer. Erfreulicherweise konnten 7 neue Helferinnen und Helfer gewonnen werden, die das alters- und berufsbedingte Ausscheiden von Einsatzkräften kompensieren. Weiterer Zuwachs ist zur Bewältigung der vielfältigen Aufgaben jedoch dringend erforderlich, so die Bereitschaftsleitung. Gleich zehn aktive Mitglieder wurden im Rahmen der Hauptversammlung vom Kreisverbandsvorsitzenden Michael Knaus für langjährige Mitarbeit geehrt. In seinem Grußwort würdigte er die hohe Einsatzbereitschaft und das vielfältige Engagement der Bereitschaftsmitglieder.

Trotz aller verantwortungsvollen Aufgaben blieb im Berichtsjahr Zeit für gemeinsame Unternehmungen bei einem mehrtägigen Ausflug, einem Grillfest und einer Weihnachtsfeier. Auf dem Haller Marktplatz entstanden bei einem Fototermin neue Gruppenbilder.

Bei der Neuwahl der Bereitschaftsleitung für die kommende Amtsperiode setzten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf ein erfahrenes und bewährtes Team. So werden Tanja Siegle und Alexander Mack auch in den nächsten 4 Jahren die Aufgaben koordinieren und dabei von Tanja Häberle und Kai Dreßler vertreten.

Noch während der Versammlung ertönten die Alarmmelder der Einsatzkräfte. Ein LKW-Unfall auf der Autobahn erforderte den Einsatz der Schnelleinsatzgruppe. Aufgrund der beteiligten Militärfahrzeuge wurde ein größerer Betreuungseinsatz vorbereitet. Glücklicherweise waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich, so dass die Einsatzkräfte die Jahreshauptversammlung und damit auch das Jahr 2022 gemeinsam abschließen konnten.

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news-195 Tue, 22 Nov 2022 17:03:40 +0100 Zunehmendes Phänomen: DRK-Studie zu Gaffen als Herausforderung im Rettungsdienst /aktuell/presse-service/meldung/zunehmendes-phaenomen-drk-studie-zu-gaffen-als-herausforderung-im-rettungsdienst.html In einer aktuellen Studie zeigt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) das Phänomen des „Gaffens“ als zunehmende Herausforderung im Rettungseinsatz auf. „Gaffen ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern Gaffende behindern oft auch passiv oder sogar aktiv den Rettungseinsatz“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter. „Um dem entgegenzuwirken, bedarf es neben gesetzlicher Sanktionierung auch der Sensibilisierung und Schulung der Bevölkerung.“ Die vom ehemaligen DRK-Bundesarzt Prof. Peter Sefrin initiierte DRK-Studie basiert auf Experteninterviews mit erfahrenen DRK-Einsatzkräften. Sie hält unter anderem fest, dass das Phänomen in den letzten Jahren durch die ständige Verfügbarkeit kamera- und internetfähiger Smartphones vorangetrieben wurde, die eine unmittelbare Verbreitung der Inhalte ermöglichen. Dazu einer der Befragten, Andy Feig, Rettungsdienstleiter und Leiter Bevölkerungsschutz aus Sachsen: „Die Hemmschwelle ist niedriger geworden, gerade bei den Jugendlichen. Man hat jetzt ein Handy – das gab es 2000 zwar auch schon – aber das Handy rauszuzücken und zu fotografieren, das geht jetzt alles viel schneller und viel einfacher. Und es ist definitiv mehr geworden.“

Die Gesetzgebung reagierte auf die Häufung des Phänomens mit einer Neufassung des §201a StGB, der den höchstpersönlichen Lebensbereich und die Persönlichkeitsrechte schützt und seit Januar 2021 unter anderem auch das Fotografieren und Filmen verstorbener Personen mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren ahndet. Laut der DRK-Studie bleibt die Umsetzung in der Strafverfolgung aber weiter eine Herausforderung, trotz zunehmender Sensibilisierung der Ermittlungsbehörden. Auch, da die Kräfte fehlen, um entsprechende Anzeigen aufzunehmen. Einsatzkräfte müssen bereits jetzt häufig zusätzliche Ressourcen aufbringen, um Persönlichkeitsrechte der Notfallpatienten zu wahren und Gaffende davon abzuhalten beispielweise Zugangswege zu versperren oder in den Rettungsablauf einzugreifen. Dazu eine der Befragten, Stephanie Nick, Rettungssanitäterin aus Rheinland-Pfalz: „Ich glaube, für uns ist ein großes Problem, dass sie [die Gaffenden] dann tatsächlich auch im Weg stehen und uns behindern, auch wenn es vielleicht nur eine zeitliche Behinderung ist. Weil wir eben auf sie reagieren müssen und […] vielleicht dann auch die Hilfe von den Kollegen von der Polizei brauchen.“

„Wir setzen uns dafür ein, die Empathie für Notfallpatienten und den Respekt für Rettungskräfte wieder zu stärken und den Fokus anderer Anwesender auf das Helfen zu richten. Denn Erste Hilfe ist die gesellschaftliche Verpflichtung jedes Einzelnen“, so Reuter.

Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe 3/2022 der Fachzeitschrift „Crisis Prevention“ erschienen. 

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news-188 Wed, 04 Aug 2021 20:55:56 +0200 Jahreshauptversammlung 2020 /aktuell/presse-service/meldung/jahreshauptversammlung-2020.html Am 22. Juli 2021 fand die Jahreshauptversammlung der DRK Bereitschaft Schwäbisch Hall statt. Coronabedingt fand diese im Freien auf dem Grillplatz in Bibersfeld statt und wurde mit einem anschließenden Grillfest verbunden. Mitgliederentwicklung

Im Jahr 2020 hat die DRK Bereitschaft Schwäbisch Hall insgesamt 91 Mitglieder, von denen 46 im Sanitätsdienst aktiv sind. Bei 319 Einsätzen wurden im Jahr 2020 durch 1.319 Helfereinsätzen gesamt 3.211 Stunden geleistet. Im Jahr 2019 waren es 6.344 Stunden. Über die Hälfte der Einsätze (171) mit 413 Helfereinsätzen und 975,5 Helferstunden sind bei der Corona-Teststelle bzw. bei Corona-Testaktionen zusammengekommen.

Sanitätsdienste

Anfang 2020 wurden verschiedene Sanitätsdienste durchgeführt. Mit Beginn von Veranstaltungsverboten und dem ersten Lockdown war klar, dass vorerst keine weiteren Veranstaltungen und damit Sanitätsdienste stattfinden können. Stattdessen wurden die Einsatzkräfte der Bereitschaft in der neu eröffneten Corona-Teststelle in Michelfeld eingesetzt.

SEG

Für die Schnelleinsatzgruppe (SEG) gab es 2020 insgesamt vier Einsätze. Hierbei handelte es sich um drei Brandabsicherungen, sowie eine Alarmierung zur Rettungsdienstunterstützung

Ausbildung

Durch die Pandemie wurden ab März 2020 die Fortbildungsabende überwiegend online abgehalten.

Teststelle

Um die Hausärzte zu entlasten, wurde im März 2020 in Michelfeld auf dem Gelände der Straßenmeisterei eine Corona-Abstrichstelle als „Drive In“ eingerichtet. Die Helfer der Bereitschaft waren mit der Vor- und Nachbereitung der Testung betraut. Auch an Heiligabend, dem zweiten Weihnachtsfeiertag und Silvester wurden dort Proben abgenommen.

In Spitzenzeiten wurden über 140 Abstriche an einem Abend vorgenommen. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 7127 Abstriche vorgenommen.

Blutspenden

Die Blutspendetermine waren im Pandemiejahr 2020 eine unserer Hauptaufgaben, da auch während der Pandemie weiterhin Blutkonserven benötigt wurden. Um größere Menschenansammlungen und Wartezeiten zu vermeiden, wurden die Blutspendetermine in Schwäbisch Hall ausgedehnt bzw. auf Doppeltermine verteilt, sodass wir im letzten Jahr statt 4 insgesamt 7 Blutspendetermine in der Hagenbachhalle organisiert und durchgeführt haben. In Schwäbisch Hall konnten im letzten Jahr 1970 Blutkonserven abgenommen werden. In Rosengarten wurden bei 2 Termine 192 Konserven abgenommen.

Ehrungen

Für langjährige aktive Mitarbeit im DRK werden in diesem Jahr folgende Bereitschaftsmitglieder geehrt:

Hubert Wolf 50 Jahre
Annemarie Wolf 45 Jahre
Susanne Lemke 35 Jahre
Tanja Siegle 30 Jahre
Jasmin Dreßler 15 Jahre
Michael Baumann 5 Jahre
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news-182 Sat, 05 Dec 2020 17:41:17 +0100 Ehrenamt gerade in der Corona-Pandemie wichtiger denn je /aktuell/presse-service/meldung/ehrenamt-gerade-in-der-corona-pandemie-wichtiger-denn-je.html Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat auf die große Bedeutung ehrenamtlichen Engagements besonders in der Coronakrise hingewiesen. „Die Corona-Pandemie hat in diesem Jahr gezeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland ist. Ohne die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Nachbarschaftshilfe, bei der Betreuung von Bedürftigen, Risikogruppen und Menschen in Not oder auch beim Aufbau von Corona-Teststationen wäre unsere Gesellschaft wesentlich ärmer. Was wir hier seit Jahresanfang erlebt haben, ist ein großer Akt der Solidarität“, sagt DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember 2020. Eine besondere Rolle sieht Hasselfeldt auf die ehrenamtlichen Helfer in den nächsten Wochen beim Aufbau der zahlreichen Impfzentren in Deutschland zukommen. „Ohne ehrenamtliche Helfer wird das in der Startphase in vielen Fällen nicht gehen“, sagt die DRK-Präsidentin. In einigen Bundesländern werden die geplanten Corona-Impfzentren unter Federführung des Deutschen Roten Kreuzes betrieben.

Eine besondere Stärke des Deutschen Roten Kreuzes sei es, dass es seine Helferinnen und Helfer wie jetzt in der Corona-Krise auch für nicht vorhersehbare Einsätze schnell mobilisieren könne. Gleichzeitig müsse man allerdings auch darauf hinweisen, dass während der Coronapandemie die ehrenamtlichen Aktivitäten vor allem von älteren Helfern, die selbst zur Risikogruppe gehören, stark eingeschränkt und viele persönliche Treffen zum Teil nicht mehr möglich seien.

In den vergangenen 15 Jahren sei das ehrenamtliche Engagement beim Deutschen Roten Kreuz auf bundesweit mehr als 443.000 Helferinnen und Helfer im Jahr 2019 angestiegen. Das DRK sei einer der größten ehrenamtlichen Organisationen in Deutschland. „Die Bereitschaft, sich zu engagieren, ist sehr groß. Es kann keine Rede davon sein, dass die Deutschen ein Volk von Egoisten sind“, sagt Hasselfeldt. Das Spektrum reiche vom Sanitätsdienst über Nachbarschaftshilfe, Wohlfahrt- und Sozialarbeit sowie Flüchtlingsbetreuung bis hin zum Einsatz in einem Hospiz oder bei der Wasserwacht und der Bergwacht. Allein im Jugendrotkreuz seien mehr als 139.000 junge Leute aktiv. .

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